Der Gaszähler – Kein Gasanschluss ohne den Gaszähler

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Das Erdgas, das durch die Leitung strömt, wird mit einem Gaszähler gemessen, der die verbrauchte Gasmenge in Kubikmeter anzeigt. Hier kann täglich abgelesen werden, wie hoch jeweils der Verbrauch war. Jeder Haushalt, der Gas aus einer Leitung bezieht, besitzt einen solchen Zähler. Wie Sie einen Gaszähler ablesen, wie er funktioniert, und was er misst, erfahren Sie hier. Viele Menschen versuchen nun ihren Gasverbrauch zu kontrollieren, um möglichst energiesparend zu heizen. Dazu muss man die Gasmenge kennen, die für Heizung, Warmwasser oder andere Verbraucher im Haushalt benötigt wird.
Letzte Aktualisierung : November 2022

 
Bisher war Erdgas als Alternative zu Erdöl ein gutes und günstiges Heizmittel. Durch die politischen Umstände ist der Bezug von Gas nun sehr teuer geworden. Zurzeit heizen jedoch laut Bundeswirtschaftsministerium noch über 40 Prozent der privaten Haushalte mit Gas, und ein schneller Wechsel ist zumeist nicht möglich.

 

Gasverbrauch kontrollieren hilft sparen

Bezieht man Erdgas zur Energieversorgung für die eigene Wohnung, etwa zum Heizen, zum Kochen oder für die Warmwassererzeugung, dann wird die verbrauchte Gasmenge über einen Zähler erfasst. Dieser misst den gesamten Gasverbrauch des Haushalts kontinuierlich und zeigt das Volumen an, das vom Gaslieferanten abgerechnet wird. Aus der verbrauchten Gasmenge wird schließlich auch die Abrechnung erstellt, meist einmal jährlich.

Wie wird der Gasverbrauch gemessen?

Sobald Sie die Heizung aufdrehen oder andere Haushaltsgeräte anstellen, die mit Gas betrieben werden, strömt das Gas durch die Leitung zur Gastherme oder zum Brenner und wird verbrannt. Vorher passiert es jedoch immer den Gaszähler. Der Zähler misst beim Durchfluss den Volumenstrom des Gases in der Einheit Kubikmeter.
Es gibt verschiedene Arten der Gasmessung und dementsprechend unterschiedliche Gaszähler:

  • Balgengaszähler,
  • Drehkolbenzählern,
  • Turbinengaszähler,
  • Ultraschallgaszähler.

Für die Messung in Haushalten werden in der Regel die relativ kleinen Balgengaszähler verwendet. Die Messung von größeren Gasmengen, wie sie in der industriellen Produktion vorkommen, wird meist mit Drehkolbenzählern oder Turbinengaszählern vorgenommen. In der Gasversorgung selbst, wo zum Beispiel bei der Gaseinspeisung sehr große Volumenströme gemessen werden müssen, setzt man oft Ultraschallgaszähler ein.

Kosten für einen Gaszähler

Ein einfacher Haushaltsgaszähler kostet etwa 400 bis 500 EUR. Gaszähler mit Zusatzfunktionen wie Fernablesefunktion oder anderen können auch wesentlich teurer sein. Allerdings bleibt der Gaszähler in der Regel in der Verantwortung des Netzbetreibers und auch in dessen Eigentum. Niemand muss daher einen Gaszähler kaufen, sondern er wird bei der Inbetriebnahme gegen eine Gebühr zur Verfügung gestellt. Der „Verband Zukunft Gas“ informiert über die Beantragung eines Gas-Hausanschlusses beim Netzbetreiber.

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Wie lese ich einen Gaszähler ab?

Der Gaszähler ist in der Regel in einem grauen oder weißen Kasten im Keller oder im Hausflur angebracht, oftmals neben dem Stromzähler. Zu finden ist er in der Nähe des Hausanschlusses, dort wo die Gasleitung verläuft. Der Kasten ist meist abgeschlossen, so dass Sie zum Öffnen einen Gaszähler Schlüssel benötigen. Auf dem Gerät sind Angaben über den Netzbetreiber, die letzte Eichung und die Zählernummer vermerkt. Meist ist diese über dem Sichtfenster unterhalb des EAN-Codes aufgedruckt. Im Sichtfenster oder – bei neuen Modellen – im Display kann der verbrauchte Volumenstrom in Kubikmeter abgelesen werden.

Den richtigen Zähler finden

Ob es sich auch um den richtigen Zähler handelt, überprüfen Sie anhand der Zählernummer. Diese sollte mit der Nummer übereinstimmen, die in der letzten Abrechnung oder im Vertrag angegeben ist. Der Zählerstand wird mit drei rot umrandeten Nachkommastellen im Sichtfenster angezeigt, die nicht in die Ablesekarte eingetragen werden müssen. Nur die vollen Kubikmeter sowie das Datum werden für die Ablesung benötigt.

Zählerstand an den Netzbetreiber senden

Der Zählerstand wird an den Netzbetreiber gegeben, der daraus die Abrechnung erstellt. Dazu wird die Gaszähler Einheit Kubikmeter in Kilowattstunden umgerechnet. Zur Umrechnung wird der Energiegehalt des Erdgases in den Verbrauch einbezogen, der je nach Beimischung oder Herkunft schwanken kann. Mit der richtigen Umrechnungsformel können Sie die verbrauchte Energiemenge auch selbst berechnen und so Ihren Verbrauch besser kontrollieren.

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Einbau und Betrieb des Gaszählers

Für Installation und Einbau eines Gaszählers sind die Versorgungsunternehmen zuständig. Dazu muss zunächst ein Anschluss an das Gasnetz gelegt werden. Falls er schon vorhanden ist, muss lediglich der Hausanschluss vorgenommen werden. Dabei wird auch ein Gaszähler installiert. Insgesamt wird dafür in der Regel eine Pauschale von etwa 1000 Euro veranschlagt. Die Inbetriebnahme des Gasanschlusses schlägt mit ungefähr 100 Euro zu Buche. Falls Sie in einer Mietwohnung wohnen, übernimmt diese Kosten der Vermieter.

Gaszähler einbauen

Regelmäßige Gaszähler Eichung oder Auswechslung

Jeder Gaszähler muss nach einem festgelegten Turnus geeicht werden. Damit wird sichergestellt, dass die Messung des Volumenstroms auch tatsächlich zuverlässig ist. Bei Balgengaszählern der Größe G10 liegt diese Frist bei acht Jahren. Auf ihrem Gaszähler können Sie das Datum der letzten Eichung auf der Eichplakette nachlesen.

Für die Eichung ist der Gasversorger verantwortlich, wenn Sie einen Direktvertrag mit ihm haben. In diesem Fall müssen Sie sich nicht um einen Termin kümmern. Bei einem Gas-Hausanschluss mit Zentralheizung oder gemeinschaftlicher Gasversorgung muss der Vermieter rechtzeitig für die Eichung sorgen. Die Kosten für die Eichung kann der Vermieter seinen Mietern als Betriebskosten in Rechnung stellen.

Gaszähler wechseln

Gaszähler müssen in regelmäßigem Turnus geeicht werden. Bei kleinen Haushaltszählern beträgt dieser Zeitraum 8 Jahre. Stattdessen kann der Gaszähler aber auch ausgewechselt werden, falls er sehr alt und nicht mehr zeitgemäß ist. Die Entscheidung darüber trifft der zuständige Gasversorger, der auch die Eichung oder den Austausch vornimmt. Den Gasanbieter können Sie jederzeit wechseln.

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Gaszähler manipulieren ist strafbar

Eine Manipulation des Gaszählers, etwa um Geld zu sparen, ist keine gute Idee. Sind mehrere Verbrauchsstellen im Haus, dann fallen beim Vergleich der Werte bei der Abrechnung Unstimmigkeiten auf. Spätestens bei einer Überprüfung oder der Eichung der Zähler wird die Manipulation aufgedeckt. Wer dann überführt wird, muss mit einer Strafanzeige rechnen. Das Manipulieren eines Gaszählers ist eine Straftat und kann mit einer Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren bestraft werden.

Ob man versucht, das Zählwerk mit einem Magneten zu beeinflussen, so dass der Zähler langsamer läuft oder ob man die Leitung kurzschließt, indem man sie um den Zähler herumführt, beides ist gleichermaßen strafbewehrt. Davon abgesehen ist das Manipulieren von Gasleitungen durch Unbefugte extrem gefährlich und kann das Leben kosten.

Etwas dazu gelernt?
Wir kennen sich nicht nur damit gut aus, sondern sind auch Experten im Anbieterwechsel.

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FAQ

Wer darf den Gaszähler wechseln?

Den Einbau des Gaszählers sowie das Auswechseln dürfen nur die Versorgungsunternehmen vornehmen.

Was kostet eine Kilowattstunde Gas?

Nachdem die Gaspreise bereits Anfang des Jahres stark gestiegen waren, sind sie mit dem Beginn des russischen Einmarschs in die Ukraine noch weiter nach oben geschnellt. Zurzeit müssen Haushaltskunden etwa einen Preis von 12,21 Cent pro Kilowattstunde zahlen.

Wie funktioniert ein Gaszähler?

Für die Messung in Haushalten werden in der Regel die relativ kleinen Balgengaszähler verwendet. Diese messen den Volumenstrom des Gases, das abwechselnd durch zwei Kammern strömt, die durch eine Membran getrennt sind. Dabei bewegt sich die Membran und verursacht damit die Drehung einer mit ihr verbundenen Kurbelwelle, deren Umdrehungen auf ein Zählwerk übertragen werden. Der Gasvolumenstrom verursacht so einen Kreislauf, der dann als Volumenstrom in der Gaszähler Einheit Kubikmeter (m3) abgelesen werden kann.

Sind die Gaszählerkosten im Gastarif enthalten?

Für Mieter sind die Zählerkosten in der Regel im Gastarif enthalten. Für Hausbesitzer, die einen neuen Gasanschluss legen lassen, sind die Gaszählerkosten in der Inbetriebnahme eingerechnet. Diese richtet sich nach den individuellen Kosten und nach der Art des Zählers.
 

Aktualisiert am 6 Okt, 2022

redaction Veröffentlicht
Redactor

ivan

Energie Spezialist