So richten Sie den Stromanschluss ein

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Bevor das Bauprojekt überhaupt starten kann, muss ein Baustromanschluss eingerichtet werden. Nach der Fertigstellung des Gebäudes ist ein konventioneller Stromanschluss für das Haus notwendig. Baustrom und Hausstrom sind also unterschiedliche Anschlüsse. Während es sich beim Baustrom um eine vorübergehende Lösung für die Bauarbeiten handelt, ist ein herkömmlicher Stromanschluss für den Umzug in das Eigenheim eine dauerhafte Einrichtung. Der Baustrom wird nach Abschluss der Bauarbeiten durch den konventionellen Hausstrom ersetzt.
Letzte Aktualisierung : November 2022

Die wichtigsten vier Schritte, um einen konventionellen Hausstromanschluss einzurichten, sind:

  1. Beantragung des Anschlusses
  2. Kontaktaufnahme mit dem örtlichen Netzbetreiber
  3. Bereitstellung aller notwendigen Daten und Unterlagen
  4. Berücksichtigung aller Kosten für den Baustromanschluss

 
Doch wo können Sie Baustrom überhaupt beantragen und wie viel kostet letztendlich ein Stromanschluss? Wie meldet man den herkömmlichen Hausstrom an und welche Schritte sind damit verbunden? Welche technischen Voraussetzungen gibt es für die Einrichtung eines Stromanschlusses? Diese Fragen werden im folgenden Artikel eingehend behandelt.

 

Der Baustrom: Der Stromanschluss für Ihre Baustelle

Der Baustromanschluss ist ein zeitlich begrenzter Stromanschluss. Er wird letztendlich durch den herkömmlichen Stromanschluss abgelöst. Der Baustrom ist jedoch notwendig, um Baumaschinen zu betreiben und die Bauarbeiten überhaupt erst in vollem Umfang zu ermöglichen.

Wo kann ich einen Baustromanschluss beantragen?

Die Beantragung eines derartigen Anschlusses ist beim regionalen Energieversorger möglich. Sie können auch einen Elektroinstallateur mit der Beantragung von Baustrom beauftragen. Um diesen Stromanschluss einzurichten, brauchen Sie die Adresse, an der sich die Baustelle befindet, den dazugehörigen amtlichen Lageplan sowie die benötigte Stromleistung.

Checkliste für den Bezug des Baustroms

Um den Baustrom zu beantragen, müssen Sie folgende Punkte beachten.

  • Machen Sie zuerst den regionalen Stromversorger sowie den Netzbetreiber ausfindig.
  • Antrag über einen zertifizierten Elektrobetrieb oder in manchen Fällen beim Energieversorger.
  • Bereitstellung der Daten für den Antrag. Dazu gehören: Name und Adresse des Bauherren, Adresse des Baugrundstücks, der Lageplan und die Art der Baustelle, Angaben über die erforderliche Leistung.

Wie viel kostet der Baustrom?

Für den Bezug des Stroms wird ein eigener Zählerkasten installiert. Zu den Kosten, die Sie als Baufamilie übernehmen, gehören:

  • Anschlusskosten
  • Zählerkasten
  • Baustromkasten
  • Abbaukosten
  • Aufstellung des Anschlusses
  • Miete für den Zählerkasten
  • Miete für den Baustromkasten
  • Kosten für den Abbau

Sie können jedoch in den meisten Fällen von folgenden Kosten ausgehen.

Baustrom Kosten
Kosten
Stromanschluss
Auf- und Abbau
Baustromkasten
monatliche Miete
Baustromkasten
250 bis 400 € 140 bis 280 € 40 bis 60 €

Die Miete für den Baustromkasten fällt monatlich an. Für eine dreimonatige Nutzung zahlen Sie also zwischen 120 € und 180 € Miete. Der Stromverbrauch wird zusätzlich verrechnet. Damit können Sie von Gesamtkosten von 510 € plus Stromverbrauchskosten rechnen. Die Stromkosten sind je nach Region und Anbieter sehr unterschiedlich, können aber durchaus bei 50 Cent/kWh liegen.

 

Hausstrom: Wie funktioniert der Stromanschluss für das Haus?

Um ein Haus bewohnbar zu machen, ist ein Stromanschluss unverzichtbar. Der öffentliche Netzbetreiber ist dafür zuständig, das Haus and das Stromnetz anzuschließen.

Hausstromanschluss

Nach Beendigung der Bauarbeiten und der Fertigstellung des Gebäudes, muss dieses an den Hausstrom angeschlossen werden. Auch hierfür sind einige Schritte notwendig.

  1. Antrag für den Anschluss an das Stromnetz
    Sie beantragen den Anschluss an das Stromnetz beim regionalen Stromnetzanbieter. Dafür benötigen Sie ebenfalls den Lageplan sowie den Gebäudegrundriss.
  2. Anmeldung des Netzanschlusses
    Danach melden Sie den Strom an.
  3. Angebot des Netzbetreibers einholen
    Nach dem Antrag erhalten Sie vom Netzbetreiber ein entsprechendes Angebot für den Hausstrom.
  4. Hausanschlusskasten oder Hausanschlusssäule
    Die Stromversorgung erfolgt dann entweder mithilfe eines Hausanschlusskastens oder einer Hausanschlusssäule. Bis zu diesen Punkten wird eine Kabeltrasse unterirdisch verlegt.
  5. Zählermontage
    Zum Schluss wird ein Zähler vom zuständigen Netzbetreiber im Haus installiert. Dieser wird an das Stromnetz angeschlossen.
  6. Inbetriebsetzung
    Nachdem diese Arbeiten erledigt sind, sorgt der Elektroinstallateur für die Inbetriebsetzung der Stromanlage. Zuvor müssen Sie jedoch alle Kosten für den Stromanschluss bezahlt haben.

Vielfach erfolgt der Stromanschluss für das Haus oder der Stromanschluss für die Sauna über einen Kasten, der sich an der Hauswand befindet. Alternativ dazu gibt es auch die Möglichkeit einer Hausanschlusssäule. Diese wird errichtet, wenn kein Hausanschlusskasten montiert werden kann. Das ist bei Holzbauten oft der Fall.

Wer schließt den Strom an?

Der Anschluss an das Stromnetz erfolgt in der Regel durch den jeweiligen Netzbetreiber. Der Hausanschluss am Zählerkasten sowie die Verlegung aller weiteren Leitungen übernimmt ein Elektroinstallationsbetrieb. Das gilt für den Stromanschluss im Haus, den Stromanschluss für Nebengebäude oder den Stromanschluss für Wandleuchten. Für den Baustromanschluss benötigen Sie ähnlich wie für den Stromanschluss am Campingplatz einen eigenen Stecker. Meist handelt es sich dabei um dreipolige Stecker.

Was kostet der Stromanschluss für das Haus?

Der Hausstromanschluss zählt zu den Erschließungskosten eines Grundstücks und hängt in erster Linie von der jeweiligen Region und den örtlichen Gegebenheiten ab. Für einen Stromanschluss in einer normalen Wohngegend setzten sich die Kosten wie folgt zusammen.

Hausstromanschluss Kosten
Anschlusskosten Mehrwertsteuer Gesamtkosten
957,30 181,88 1.139,18

Wie lange dauert es, den Strom anzuschließen?

Die Beantragung des Hausstroms kann einige Zeit in Anspruch nehmen. In erster Linie benötigen die Stromanbieter rund 3 Wochen für die Bearbeitungszeit. Den Hausstromanschluss können Sie beantragen, sobald Sie die Zählernummer Ihres Hauszählers erhalten haben. In diesem Fall können Sie einen Stromvergleich durchführen und sich einen günstigen Stromanbieter auswählen.

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Die Kosten für den Hausstromanschluss im Einzelnen

Die Kosten für den kompletten Hausstromanschluss unterteilen sich in mehrere Positionen:

Kosten für Hausstromanschluss
Kostenbestandteil Preis
Anmeldung des Stromkastens 900 bis 1.100 €
Baukosten 70 bis 140 €
Stromzähler Zählermontage ca. 400 €
Miete für den Baustromkasten 50 € pro Monat
Gebäudeverteilerkasten ca. 1.300 €
Gesamt 1.500 bis 2.000 €

Die Preise für die Anmeldung Ihres Stromkastens

Viele Netzbetreiber verlangen dafür eine Anschlusspauschale. Diese beinhaltet auch die Kabelverlegung bis zu einer Länge von etwa 30 m. Die Kosten hierfür liegen meist zwischen 900 und 1.100 €. Für längere Leitungen werden zusätzlich Kosten pro Meter verrechnet. In diesem Preis ist meist auch die Zählermontage inkludiert.

Preise für die Baukosten

Für den Stromkasten werden Kosten für dessen Auf- und Abbau verrechnet. Diese Kosten müssen Sie beim Versorger zuerst bezahlen, um Baustrom zu erhalten. Diese Aufstellgebühr beträgt meist zwischen 70 und 140 €. Für den Abbau des Baustromkastens fallen in der Regel keine zusätzlichen Kosten an.

Die Preise für den Stromzähler

Für den Baustrom müssen Sie extra bezahlen. In den meisten Fällen liegen die Kosten für die Zählermontage bei rund 400 €. Dazu kommt noch die monatliche Miete für den Baustromkasten im Ausmaß von rund 50 € pro Monat.

Die Preise für den Gebäudeverteilerkasten

Der Verteilerkasten für den Hausstromanschluss verursacht wiederum Kosten. Die Höhe dieser Kosten ist regional sehr unterschiedlich, liegt jedoch bei rund 1.300 € inklusive Anschlussgebühr, Zählermontage und Kabelverlegung.

Was ist die günstigste Option?

Als Gesamtkosten können Sie für den Stromanschluss also rund 1.500 bis 2.000 € ins Auge fassen. Beim Baustrom können Sie durch die Miete eines Baustromkastens aber am meisten Geld sparen. Alternativ ist auch der Kauf eines gebrauchten Baustromkastens möglich.

 

Der Stromanschluss mit dem lokalen Netzbetreiber

In Deutschland gibt es die meisten Energieversorger. Derzeit sind rund 2.000 Unternehmen in der Energieversorgung tätig. Darunter befinden sich auch zahlreiche Netzbetreiber. Heute existieren in Deutschland vier große Netzbetreiber. Diese Übertragungsnetzbetreiber sind für die überregionale Stromversorgung zuständig. Daneben gibt es jedoch eine Vielzahl kleinerer Netzbetreiber, die als Verteilnetzbetreiber fungieren.

Die Bedeutung lokaler Netzbetreiber

Während Übertragungsnetzbetreiber den Storm über Hochspannungsleitungen transportieren, sind für den Verbraucher die Verteilnetzbetreiber Ansprechpartner. Diese Verteilnetzbetreiber transportieren den Strom schließlich zu den Haushalten. In Deutschland finden Sie derzeit rund 900 regionale Verteilnetzbetreiber. Das sind Unternehmen der Grundversorgung, die hauptsächlich von den Gemeinden betrieben werden.

Wann sollten Sie den lokalen Netzbetreiber kontaktieren?

Der lokale Netzbetreiber erfüllt mehrere Aufgaben und fungiert in manchen Fällen als Ansprechpartner. Das ist der Fall wenn es um folgende Fragen oder Probleme geht:

  • Wenn es beim Hausstromanschluss zu Störungen kommt.
  • Wenn die Grundversorgung mit Strom gesichert werden soll.
  • Bei der An- und Abmeldung eines Stromanschlusses.

Wie ermittle ich den Netzbetreiber für meine Region?

Auf der Webseite der Bundesnetzagentur finden Sie eine Liste mit allen Netzbetreibern des Landes. Die einzelnen Netzbetreiber sind nach der Postleitzahl sortiert. Wenn Sie bereits im selben Ort wohnen und vom Grundversorger Strom beziehen, erhalten Sie die Adresse über die Stromrechnung.

 

Der Stromanschluss bei alternativen Stromversorgungsquellen

Wenn Sie alternative Stromquellen wie beispielsweise eine Photovoltaikanlage nutzen, müssen Sie dennoch an das Stromnetz angeschlossen sein. Der überschüssige Strom aus dieser Anlage wird in das Netz eingespeist. Der Netzbetreiber muss einen Netzanschluss einrichten, sofern die Photovoltaikanlage den Vorschriften entspricht.

Welche Voraussetzungen muss die Photovoltaikanlage erfüllen?

Es gibt keine einheitlichen gesetzlichen Vorschriften für die Anlage. Jedoch kann der Netzbetreiber bestimmte technische Anforderungen voraussetzen. Dazu gehört beispielsweise der Wechselrichter. Der Netzbetreiber muss damit die Möglichkeit haben, die Stromquelle jederzeit vom Netz zu nehmen.

Ferner muss ein geeichter Stromzähler installiert werden. Dieser kann vom Netzbetreiber gemietet werden oder Sie installieren einen eigenen Stromzähler. Dieser kann Sie jedoch bis zu 1.000 Euro kosten. Eingerichte wird die Einspeisung des Photovoltaikstroms durch den Netzbetreiber. Er kann die dafür anfallenden Kosten dem Bauherren in Rechnung stellen.

Die Kosten für die Stromeinspeisung

Bei Photovoltaikanlagen mit einer hohen Leistungskapazität reicht ein herkömmlicher Netzanschluss nicht mehr aus. In diesem Fall wird der Strom aus der Anlage in das Stromnetz eingespeist. Dafür benötigen Sie einen Einspeisezähler. Dieser wird vom Netzbetreiber eingebaut. Den Einspeisezähler können Sie kaufen oder mieten. Die Miete beträgt meist um die 30 Euro pro Jahr.

Die Einspeisevergütung nutzen

In Deutschland gibt es die Möglichkeit, eine Einspeisevergütung für den aus Photovoltaikanlagen erzeugten Strom geltend zu machen. Das ist der Fall, wenn der erzeugte Strom zur Gänze in das öffentliche Netz eingespeist wird. Die Höhe der Einspeisevergütung ändert sich laufend. Die Vergütung liegt zurzeit bei 6,93 Cent pro Kilowattstunde (kWh). Sie gilt für Anlagen mit einer Leistung bis zu 10 Kilowatt-Peak (kWp).

Für größere Photovoltaikanlagen liegt die Vergütung derzeit bei 6,73 Cent pro Kilowatt-Peak. Bei Anlagen mit einer Leistung von mindestens 40 Kilowatt-Peak liegt die Vergütung bei 5,27 Cent pro Kilowatt-Peak. Um die Einspeisevergütung zu erhalten, ist eine Anmeldung bei der Bundesnetzagentur notwendig.

 

Wie sparen Sie beim Stromanschluss?

Wenn Sie beim Stromanschluss sparen wollen, können Sie dies teilweise bei der Kabelverlegung tun. Sie können die notwendigen Grabungsarbeiten für die Kabelverlegung selbst durchführen, wenn Sie über gewisse technische Grundkenntnisse verfügen.
Ansonsten können Sie beim Baustromkasten Kosten sparen. Sie können einen gebrauchten Baustromkasten kaufen, einen Baustromkasten mieten oder auf einen Baustromverteiler zurückgreifen.

Die jeweils günstigsten Stromtarife wählen

Um langfristig beim Stromanschluss zu sparen, können Sie für den Stromanschluss in Deutschland einen passenden Stromanbieter wählen. In Deutschland finden Sie heute rund 1.000 verschiedene Stromanbieter. Welcher Stromanbieter für Sie geeignet ist, hängt von der Haushaltsgröße sowie von Ihrem jährlichen Stromverbrauch ab. Auch die Region, in der sich Ihre Liegenschaft befindet, ist von Bedeutung. Führen Sie für die Auswahl des Anbieters am besten einen Preisvergleich im Internet durch. Auf vielen dieser Vergleichsportale finden Sie auch einen Strompreisrechner.

Hier finden Sie eine kleine Auswahl an bekannten deutschen Stromanbietern und die dazugehörigen günstigsten Tarife.

Anbieter und günstigste Tarife/strong>
Anbieter Tarif
E.ON Strom Öko
immergrün! Spar Smart
Entega Ökostrom
Lidl-Strom Extra 24
Schwarzwald Energy Strom 23

Wenn Sie einen Stromvergleich durchführen wollen oder Fragen dazu haben, werfen Sie einen Blick auf unser Internetportal. Sie können bei Fragen auch Ihre Telefonnummer hinterlassen. Wir rufen Sie dann zurück!

Etwas dazu gelernt?
Wir kennen sich nicht nur damit gut aus, sondern sind auch Experten im Anbieterwechsel.

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FAQ

Wie lange dauert es, Strom anzuschließen?

Um den Stromanschluss fristgerecht zu erhalten, empfiehlt es sich, den Strom rechtzeitig zu beantragen. Die administrativen Tätigkeiten sowie die technischen Arbeiten können durchaus bis zu drei Wochen dauern.

Wie hoch sind beim Stromanschluss die Kosten?

In der Regel müssen Sie dafür zwischen 1.000 und 2.000 Euro einkalkulieren. Für den Baustrom fallen Kosten für den Baustromkasten, den Zähler sowie den Abbau der Anlage an. Beim Hausstromanschluss entstehen wiederum Kosten für die Installation des Stroms und den Anschluss an das öffentliche Stromnetz. Beim Anschluss von Photovoltaikanlagen können noch zusätzliche Kosten entstehen.

Wann sollte man einen Stromanschluss beantragen?

Da die Bearbeitung des Antrags sowie die erforderlichen technischen Arbeiten einige Zeit in Anspruch nehmen, sollten Sie den Stromanschluss bereits in der Planungsphase in die Wege leiten. Spätestens ab Erhalt des positiven Baubescheids sollten Sie den Stromanschluss beantragen.

Wer schließt den Strom an?

Der Anschluss des Stroms erfolgt in der Regel durch den zuständigen Netzbetreiber. Der Hausstromanschluss muss von einem qualifizierten Elektrounternehmen durchgeführt werden.

Warum benötige ich Baustrom?

Zwar gibt es heute Werkzeuge, die mit Akkus betrieben werden, doch nicht alle Handwerksbetriebe sind damit vollständig ausgestattet. Zudem entlädt sich der Akku mit der Zeit. Bestimmte Maschinen wie Rührwerke benötigen zudem Strom mit 400 Volt.
 

Aktualisiert am 5 Okt, 2022

redaction Veröffentlicht
Redactor

ivan

Energie Spezialist