Nachtstrom nutzen und gezielt Kosten beim Heizen und Laden sparen

Werbeanzeige

Nachtstrom kann eine günstige Alternative und Ergänzung zum reinen Tagstrom sein. Damit sich der Wechsel lohnt, sollten jedoch einige Punkte beachtet werden. Wichtig ist vor allem, die Höhe und den Zeitpunkt des eigenen Verbrauchs zu kennen oder gegebenenfalls zu dokumentieren. Nur hierauf basierend ist es möglich, den besten Anbieter und Stromtarif für die eigene Situation zu finden. Wichtig ist dabei auch, einen Vergleich zwischen Nachtstrom und Tagstrom durchzuführen – denn nicht immer ist Nachtstrom wirklich die günstigste Option an dem jeweiligen Wohnort. Aufgrund der geringen Anzahl an Anbietern fällt genau dieser Vergleich im Alleingang oftmals schwer. Daher ist es sinnvoll, professionelle Angebote in Anspruch zu nehmen.
Letzte Aktualisierung : November 2022

Beim Nachstrom sollten Faktoren berücksichtigt werden, wie die Nachtstrom-Zeiten, mögliche Kombinationen und die notwendigen Voraussetzungen. Der folgende Ratgeber zeigt, welche Vorteile und Nachteile mit dem Nachtstrom einhergehen, wann die Nutzung sinnvoll ist und wie sich die Preise gestalten können.

 

Nachtstrom: Zeiten, Kosten und wichtige Informationen

Der jeweilige Verbrauch spielt für den gebrauch von Nachtstrom eine entscheidende Rolle. Nachtstrom lohnt sich meist nur dann, wenn nachts deutlich mehr Strom als tagsüber verbraucht wird. Im Durchschnitt lohnt sich der Abschluss eines Nachtstromtarifs, wenn Sie mehr als 60 % Ihrer Energie nachts nutzen. Im Folgenden werden die bedeutenden Fragen rund um den Nachstrom beantwortet: Was ist Nachstrom, welche Tarife sich lohnen und mit welchen Kosten zu rechnen ist.

Was ist Nachtstrom?

Bei Nachtstrom handelt es sich schlicht um den Strom, der nachts verbraucht wird. Zur Einführung des Nachtstroms gab es einen deutlichen Unterschied zwischen dem Verbrauch am Tag und in der Nacht. Um die Leistung der Kraftwerke in der Nacht nicht drosseln zu müssen, wurde der Nachtstrom oder auch Niedertarifstrom eingeführt. Dabei wird der Strom nachts günstiger angeboten. Das Preisgefälle sollte die Menschen dazu motivieren, auch von abends bis morgens Strom beziehungsweise mehr Strom zu verbrauchen und damit die Kraftwerke auszulasten.

Eine Möglichkeit dafür war die Nutzung von Nachtspeicherheizungen. Diese laden sich nachts auf und geben am folgenden Tag die Energie in Form von Hitze ab. Hier war es also durchaus sinnvoll, den speziellen Nachtstromtarif zu nutzen und somit Geld zu sparen. Doch trifft das auch heute noch zu?

Was ist der Unterschied zwischen Nacht- und Tagstrom?

Die Unterschiede liegen zum einen in der Zeit des Verbrauchs und zum anderen im Preis. Der Tagstrom gilt als Hochtarifstrom, da der Verbrauch tagsüber lange Zeit deutlich höher war als in der Nacht. Die Nachfrage war also groß. Das galt sowohl für den privaten als auch den gewerblichen Energiebedarf. Neben durchgängigem Stromverbrauch, beispielsweise durch den Kühlschrank, kam im Haushalt tagsüber noch weiterer Bedarf hinzu. Darunter finden sich unter anderem:

  • Wasch- und Spühlmaschine
  • Staubsauger
  • Herd
  • Fernseher
  • Beleuchtung

Ganz zu schweigen von Computern und Telefonen, die nach und nach noch weitere Faktoren darstellten. Im gewerblichen Bereich werden Produktionsmaschinen oftmals ebenfalls nur am Tag betrieben. Hierdurch konnten es sich Stromanbieter leisten, tagsüber einen höheren Tarif zu veranschlagen. Der Unterschied zwischen den beiden Tarifen hat sich jedoch schrittweise verkleinert. War Nachtstrom bei seiner Einführung noch die deutlich günstigere Wahl, muss nun genau abgewogen werden, ob sich durch die Einteilung Geld sparen lässt.

Wann beginnt der Nachstrom?

In der Regel wird Nachtstrom von 22 Uhr abends bis 6 Uhr morgens angeboten. Die Zeiten können sich allerdings abhängig von dem Netzbetreiber unterscheiden. Meist kann der Versorger daher keine genauen Angaben machen, da der Netzbetreiber über die jeweiligen Zeiten entscheidet. Wer der Netzbetreiber ist, lässt sich durch die Angaben auf der Stromabrechnung oder durch eine Anfrage beim aktuellen Anbieter in Erfahrung bringen oder auf dem Stromzähler ablesen.

Wichtig zu wissen ist zudem, ob neben der Nacht auch beispielsweise Feiertage als Schwachzehrer-Zeiten zählen und damit in den Niedertarif fallen. Auch hierüber entscheidet der Netzbetreiber, wodurch eine direkte Anfrage bei diesem gleich aus mehreren Gründen sinnvoll ist.

Wann macht der Bezug von Nachstrom Sinn?

Die Nutzung von Nachtstrom ist immer dann sinnvoll, wenn nachts ein hoher Verbrauch besteht. Dies kann aus verschiedenen Gründen der Fall sein. Möglich sind beispielsweise:

  • das Aufladen von Smartphones und Laptops
  • das Aufladen eines Elektroautos
  • der Einsatz von medizinischen Geräten während des Schlafs
  • nächtliche Arbeit am Computer

Wer vorrangig nachts im Home-Office arbeitet oder Spätschichten hat, verbraucht tagsüber kaum Energie. Es kann daher durchaus sinnvoll sein, zu einem Niedertarifstrom-Angebot zu wechseln.

Ist Nachstrom günstiger?

Ja, der Nachtstrom ist für sich genommen günstiger als der Tag- beziehungsweise Hochtarifstrom. Der preisliche Unterschied zwischen den beiden Tarifen ist allerdings nicht mehr so groß wie zu den Zeiten der Einführung von Nachtstrom. Hinzu kommt, dass der Tag- und Nachtstrom meist als Kombination angeboten wird. Das ist zwar logisch, kann sich jedoch erheblich auf die Kosten und das Sparpotenzial auswirken.

Preisbesispiele der Nachstromantarife

Da die Kosten für eine Kilowattstunde von verschiedenen Faktoren und nicht allein von dem jeweiligen Anbieter abhängig sind, kann die Angabe der Preise pro Kilowattstunde nur beispielhaft erfolgen. Die folgende Tabelle zeigt fünf verschiedene Anbieter und ihre Tarife für einen Haushalt mit einem Verbrauch von 1.500 Kilowattstunden pro Monat. Davon entfallen 500 kWh auf den Tag und 1.000 kWh auf die Nacht.

Tag- und Nachtstrom im Preisvergleich
Stromanbieter Preis pro Kilowattstunde für Tagstrom (HT) in Cent Preis pro Kilowattstunde für Nachtstrom (NT) in Cent Kosten pro Monat in Euro
LichtBlick 36,62 28,85 54,69
Grünwelt 38,22 30,46 54,93
NEW Energie.de 39,48 32,54 56,82
Original Energie 25,53 25,53 42,00
Stadtwerke Leipzig (Grundversorger) 25,20 21,63 45,39

*Preise für einen Haushalt mit einem Verbrauch von 1.500 Kilowattstunden pro Monat, 500 kWh entfallen auf den Tag und 1.000 kWh auf die Nacht

Auffällig ist hierbei, dass manche Stromanbieter mit Nachtstrom werben. Jedoch besteht bei Nacht- und Tagstrom der gleiche Tarif. Vor Vertragsabschluss sollte also ein genauer Vergleich erfolgen.

Werbeanzeige

Die Nachtstromanbieter

Des Weiteren ist es von Bedeutung zu wissen, welcher Anbieter Nachtstrom anbietet und mit welchen Kosten für eine Kilowattstunde gerechnet werden muss. Auch der Unterschied zwischen den Tarifen eines Anbieters sind entscheidend.

Bieten alle Anbieter Nachtstrom an?

Nein, mittlerweile bieten nur noch wenige Energieversorger einen niedrigeren Nachtstromtarif an. In der Regel ist dieser nur dann erhältlich, wenn auch der Tagstrom bei diesem Anbieter in Anspruch genommen wird. Zudem können regionale Unterschiede bestehen. Aufgrund des veränderten Verbrauchs lohnt sich die Unterscheidung für viele Anbieter nicht mehr. Tatsächlich ist es für die Anbieter uninteressant geworden, diese Option anzubieten, denn:

  • Smartphones, Laptops oder Ersatzakkus werden heute zunehmend nachts aufgeladen.
  • WLAAN Router verbraucht die ganze Nacht Strom
  • Durch die zunehmende Arbeit im Homeoffice und flexible Arbeitszeiten in vielen Branchen, werden Computer und Co. oft bis spät in die Nacht genutzt.
  • Manche Menschen besitzen Elektroautos und laden diese vorrangig nachts auf.

Um einen Nachttarif anbieten zu können, müssen die Anbieter außerdem zwei getrennte Zähler einrichten, die den Verbrauch am Tag und in der Nacht messen. Diese Änderungen sind nicht in jedem Gebiet möglich. Im Falle eines Mietverhältnisses kann der Vermieter oder Eigentümer solche Änderungen untersagen. Selbst wenn der Anbieter also entsprechende Tarife anbietet, können diese nur bei den passenden Voraussetzungen vor Ort genutzt werden.

Woher weiß ich, ob mein Anbieter Nachtstrom anbietet?

Ob der Anbieter Nachtstrom-Tarife in seinem Programm hat, lässt sich unter anderem online auf der Seite des Unternehmens in Erfahrung bringen. Möglich ist es ebenfalls eine direkte Anfrage an den Kundenservice zu stellen. Durch einen entsprechenden Vergleich online lässt sich darüber hinaus feststellen, ob der Tarif beim aktuellen Anbieter wirklich die günstigste Option ist oder ein Wechsel sinnvoll wäre.

Welcher Nachtstromanbieter ist der Populärste?

Eine allgemeine Aussage hierüber lässt sich nicht treffen. LichtBlick und Grünwelt sind jedoch beliebt und bekannt, sodass davon ausgegangen werden kann, dass sie zu den populärsten Anbietern gehören. Dennoch ist es wichtig, dass Sie die Anbieter an Ihrem Wohnort miteinander vergleichen. Zum einen, können sich die Preise unterscheiden. Zum anderen, entwickelt sich der Markt immer weiter und es finden sich regionale Unterschiede.

Welcher Anbieter hat den günstigsten Nachtstrom?

Hierbei können sich Unterschiede in Hinblick auf die Region und den Verbrauch zeigen. Bei LichtBlick und Grünwelt ist der Nachtstrompreis jedoch besonders günstig. Das gilt zumindest während des ersten Jahres. Hinzu kommt, dass der Anteil an nachhaltiger Energie bei diesen Anbietern sehr hoch ist. Das ist ebenfalls von Vorteil.

 

Wechsel zum Nachtstrom

Die Kernfrage vor einem Wechsel zu einem Anbieter mit Niederstromtarifen, beziehungsweise Nachtstrom, ist natürlich, ob es sich im individuellen Fall finanziell lohnt. Dafür muss jedoch zuerst klar sein, wie die regionalen Preise ausfallen und ob es in der Region entsprechende Anbieter gibt.

Nicht zuletzt spielt auch der jeweilige Verbrauch eine entscheidende Rolle, denn Nachtstrom lohnt sich meist nur dann, wenn nachts deutlich mehr Strom als tagsüber verbraucht wird. Im Durchschnitt lohnt sich der Abschluss eines Nachtstromtarifs, wenn Sie mehr als 60 % Ihrer Energie nachts nutzen. Um besser zu verstehen, warum das so ist, gehen wir im Folgenden auf die entsprechenden Punkte näher ein.

Den eigenen Stromverbrauch vergleichen

Für den Stromvertrag ist ein genauer Vergleich des Stromverbrauchs erforderlich. Zudem sollte im Vorfeld der Verbrauch tagsüber und nachtsüber bekannt sein. Das können Sie mit folgenden drei Schritten herausfinden:

  1. Messen Sie den Zählerstand um 6 Uhr morgens und um 22 Uhr abends.
  2. Dokumentieren Sie diese Daten mindestens eine Woche lang (je länger der Zeitraum ist, in dem die verbrauchten Kilowattstunden (kWh) erfasst werden, desto zuverlässiger ist die Schätzung).
  3. Summieren Sie die Daten und vergleichen Sie sie mit dem Gesamtverbrauch.

Bitte beachten Sie, dass es saisonale Unterschiede gibt. Im Sommer läuft zum Beispiel die Klimaanlage. Im Winter hingegen wird mehr Strom für die Beleuchtung und gegebenenfalls die Heizung benötigt. Auch dies sollte berücksichtigt werden, wenn es im Einzelfall zutrifft.

Wie melde ich mich für Nachstrom an?

Ob eine Veränderung des Tarifs und damit des Vertrags erforderlich ist oder der Anbieter gewechselt werden soll – in jedem Fall sollte zuvor ein Vergleich erfolgen. Bereits das fällt vielen Menschen schwer. Es ist nicht einfach, bei den zahlreichen Anbietern den Überblick zu bewahren und die Details zu beachten.

Online finden sich jedoch einige Möglichkeiten, die Angebote einander gegenüberzustellen. Für den Wechsel oder eine Vertragsänderung bietet sich Strom-Zugang an. Das reduziert den Aufwand und hilft dabei, den Überblick zu bewahren. Geben Sie dazu einfach auf Strom-Zugang die erforderlichen Daten an.

 

Die Vorteile von Nachtstrom

Der größte Vorteil ist natürlich, dass Nachtstrom billiger ist und somit das Budget schonen kann. Das gilt jedoch nur dann, wenn zuvor ein regionaler Nachtstrom Vergleich durchgeführt wird.

Niedriger Arbeitspreis

Obwohl sich seit der Einführung die Energiepreise erheblich verändert haben und auch das Verhältnis zwischen Haupttarif und Nebentarif nicht mehr so weit auseinander liegt, ist der Arbeitspreis noch immer geringer. Haushalte mit einem hohen nächtlichen Stromverbrauch, beispielsweise durch eine Nachtspeicherheizung oder einen Warmwasserspeicher, können daher nach wie vor von dem Nebentarif profitieren.

Dabei ist die Ersparnis nicht allein auf den geringeren Strompreis zurückzuführen. Nachts sind die Netze einer geringeren Belastung ausgesetzt, dadurch sind die Netzentgelte ebenfalls niedriger.

Vergleich zu Haushaltsstrom

Der Nachtstromtarif wurde eingeführt, um Kraftwerke durchgängig auszulasten. Durch die vermehrte Nutzung von nachhaltigen Energiequellen, wie Wasser-, Wind- und Solaranlagen kommt hinzu, dass die erzeugte Energie zeitnah verbraucht werden muss. Gerade in Bezug auf Wind und Wasser spielt das eine entscheidende Rolle, denn diese Quellen erzeugen auch in der Nacht Strom, der nicht gespeichert werden kann.

Ein gesteigerter Verbrauch während der Nacht kann Energieverschwendung also vorbeugen. Zudem besteht er zu einem großen Teil aus Strom, die von nachhaltigen Quellen gewonnen werden. Dadurch ist er nicht nur günstiger, sondern auch umweltfreundlicher.

Effizienz

Die Nutzung von Nachtstrom ist dann ratsam und effizient, wenn etwa 60 Prozent des Stromverbrauchs in der Nacht erfolgt. Daher wird Nachtstrom in Wien beziehungsweise in Österreich häufiger genutzt als in Neubauten in Deutschland. Denn Nachtspeicherheizungen und Warmwasserspeicher finden sich in Neubauten und in Deutschland seltener. Daher nutzt auch nur jeder 25. Deutsche Haushalt Nachtstrom. Sollte die Anzahl an Elektroautos steigen, könnte sich der Niedertarifstrom jedoch zukünftig wieder lohnen.

Nachtspeicherheizungen

In Deutschland sind diese elektronischen Heizungen fast ausschließlich in Altbauten vorhanden. Denn sie bringen bei Weitem nicht nur Vorzüge mit sich. Zwar gelten sie als sicherer als andere Heizvarianten, auch modernere Geräte sind jedoch nicht so energieeffizient wie erhofft. Dadurch belasten sie die Umwelt unnötig. Ein Austausch gegen Hybridvarianten ist daher sinnvoll.

 

Die Nachteile von Nachtstrom

Der Niedertarifstrom kann sehr praktisch und günstiger sein. Er weist jedoch auch Nachteile auf. Dabei handelt es sich unter anderem um:

Geringe Auswahl und Voraussetzungen

Es finden sich nur noch wenige Anbieter, die entsprechende Tarife im Programm haben. Die Anzahl der Bezugsquellen ist also begrenzt.

Hinzu kommt, dass nicht jeder Nachtstrom nutzen kann. Sie müssen zwei getrennte Zähler oder einen Zähler mit einer Unterscheidung zwischen Tag- und Nachtstrom oder Heizstrom haben. Das kann gerade bei Mietobjekten schwierig sein. Einige der Tarife sind speziell für elektrische Heizungsanlagen konzipiert, die noch in Betrieb sind. Das Aufladen von Batterien oder das Aufladen eines Elektroautos reicht daher in manchen Fällen nicht als Grund für den Bezug von Nachtstrom aus.

Kombination von Tagstrom und Nachtstrom

Oft gibt es die verschiedenen und von der Tageszeit abhängigen Tarife nur in einem Kombinations-Abo. Der Niedertarifstrom ist dann zwar vergleichsweise günstig, dafür kann der Haupttarif umso teurer sein. Daher sollte in jedem Fall genau auf das Verhältnis von Nachtstrom und Tagstrom und die Preise für den Tagstrom anderer Anbieter miteinander verglichen werden.

Lohnt es sich preislich?

Nachtstrom ist billiger, er lohnt sich aber dennoch nur dann, wenn der Verbrauch hauptsächlich in der Nacht erfolgt. Eine gute Orientierung stellen 60 Prozent dar. Werden also etwa zwei Drittel des Bedarfs in der Nacht gedeckt, kann ein Nebentarif in Betracht gezogen werden. Auch dann ist ein Nachtstrom Vergleich dennoch sinnvoll. Interessant ist beim Nachtstrom auch, ab wann der günstigere Tarif gilt. Nur mit diesen Informationen lässt sich die preislich beste Entscheidung treffen.

 

Die Zukunft von Nachtstrom

Angesichts der stetigen Veränderungen auf dem Energiemarkt, steigender Preise und neuer Energiequellen lässt sich die zukünftige Entwicklung des Nachtstroms nur schwer abschätzen. Denkbar wäre jedoch, dass dieser auch ohne weite Verbreitung von Nachtstromspeicherheizungen wieder interessanter wird. Das liegt zum einen an dem größeren Bedarf an Energie auch während der Nacht durch neue Technik. Zum anderen an dem steigenden Anteil nachhaltiger Energiequellen.

Nachtstrom für Elektroautos

Elektroautos sind – vor allem, wenn sie mit Ökostrom betrieben werden – eine gute und umweltfreundlichere Alternative zu Benzin und Diesel. Diese ist auch dringend notwendig, da fossile Brennstoffe endlich sind und die Preise dafür erheblich steigen. Nicht zuletzt wird dadurch auch die Atmosphäre immens belastet. Nachtstrom aus nachhaltigen Quellen verbessert die Bilanz und schont die Umwelt.

Dafür muss bei der Auswahl des Anbieters jedoch genau auf die Energiequellen geachtet werden. Zudem wird der Tarif für E-Autos oftmals nicht als Nachtstrom, sondern als Ladestrom bezeichnet. Auch einige Grundversorger bieten dafür spezielle Tarife an. Als Energiequellen kommen Solar, Wind und Wasser infrage. Dann können Sie umweltfreundlich „tanken“.

Eine nachhaltigere Zukunft durch Nachtstrom?

Mit der richtigen Auswahl von effizienten Geräten und einem Anbieter, der vorrangig auf nachhaltige Energiequellen setzt, kann zum einen der Verbrauch gesenkt und zum anderen die Umwelt durch die Art der Stromgewinnung geschont werden. Der Nebentarif kann also durchaus einen wichtigen Beitrag für eine nachhaltigere Gestaltung der Zukunft leisten.

Wie viele Haushalte nutzen Nachtstrom?

Hierzu gibt es keine genauen Angaben. Klar ist jedoch, dass etwa jeder 25. Haushalt in Deutschland über eine Nachtspeicherheizung oder einen Warmwasserspeicher verfügt. Hier könnte es durchaus möglich sein, dass zumeist der Nachtstrom genutzt wird. Auch die zunehmende Anzahl von E-Autos kann für steigende Zahlen bei den Nutzern sorgen.

Wie wechseln Sie zu Nachtstrom?

Ideal ist es, die Angebote von Strom-Zugang anzunehmen. Vom Vergleich bis zum Wechsel des Vertrags oder Tarifs bleibt der Überblick erhalten und es kann die beste Wahl getroffen werden. Zudem wird der Aufwand bei jedem Schritt erheblich verringert.

Etwas dazu gelernt?
Wir kennen sich nicht nur damit gut aus, sondern sind auch Experten im Anbieterwechsel.

Jetzt beraten lassen

Kostenloser Service - von Montag bis Freitag, 8 bis 21 Uhr verfügbar

FAQ

Was ist Nachtstrom?

Nachtstrom gehört zu dem sogenannten Niedertarifstrom. Er wird zu Zeiten angeboten, wenn die Nachfrage nach Energie geringer ist. Das ist in der Regel zwischen 22 und 6 Uhr der Fall. Aufgrund des geringeren Verbrauchs kann der Nachtstrom günstiger angeboten werden. Er ist besonders sinnvoll bei Nachtspeicherheizungen, die sich über Nacht aufladen und die Wärme am folgenden Tag abgeben.

Ist Nachtstrom günstiger?

Ja, daher stammen auch die Bezeichnungen Niedertarifstrom, Niedertarif oder Nebentarif. Er wurde eingeführt, um die Kraftwerke auch nachts auszulasten. Aus diesem Grund war er anfangs extrem günstig. Das rentierte sich vor allem für die Besitzer von Nachtstromspeicherheizungen, da diese nachts Strom verbrauchen und tagsüber heizen. Mittlerweile werden die Nachtstromspeicherheizungen jedoch nicht mehr gefördert, da sie nicht umweltfreundlicher sind. Hinzu kommt das veränderte Verbrauchsverhalten durch neue Technik. Nachtstrom lässt sich kaum mehr günstiger anbieten und findet sich daher nur noch selten.

Wann beginnt Nachtstrom?

Für gewöhnlich liegen die Nachtstrom Zeiten zwischen 22 Uhr abends und 6 Uhr morgens angeboten. Allerdings können sich die Zeiten von Anbieter zu Anbieter und abhängig vom Netzbetreiber unterscheiden. Wichtig ist in jedem Fall die zeitliche Erfassung. Diese kann durch zwei separate Zähler oder einen Doppelstromzähler erfolgen. Via Funk oder durch eine Zeitschaltuhr kann die Umstellung durchgeführt werden. Damit wird klar ersichtlich, wie viel Strom zu den jeweiligen Zeiten verbraucht wurde.

Welcher Anbieter bietet Nachstrom an?

Nachtstrom wird schon lange nicht mehr von allen Anbietern geführt. Grünwelt, LichtBlick und NEW führen den Nachtstrom oder Heizstrom noch in ihrem Angebot. Allerdings sollte vor Abschluss eines Vertrags in jedem Fall der Tarif verglichen werden. Denn die preislichen Unterschiede zwischen Hochtarifstrom und Niedertarifstrom sind zwar nicht mehr so gravierend, wie noch vor ein paar Jahrzehnten, aber dennoch vorhanden. Die Kosten können sich ebenfalls zwischen den verschiedenen Versorgern unterscheiden. Ein Vergleich lohnt sich daher immer vor Vertragsabschluss und auch fortlaufend, um stets den günstigsten Tarif nutzen zu können.  

 

Aktualisiert am 5 Okt, 2022

redaction Veröffentlicht
Redactor

Lena

SEO Deutschland